Hofdegen

Der Hofdegen wurde auch Epee de Court oder Galanteriedegen genannt.

Im Vergleich zum Rapier –> Rapier

Wirkt er auf den ersten Blick eher schlicht.


Verschwunden sind die kunstvoll geschlungenen Stangen und die aufwendig gestalteten Griffkörbe.
Geblieben ist ihm nur ein einfacher Griffbügel und ein winziger Parierteller.
Aber die Materialien, die man in den Griff einarbeitete, waren oft umso teurer.

Doch leicht musste der Degen mit der schlanken Klinge sein.
Elegant und federnd sollten sich die Bewegungen dieser Fechtkunst duellieren.
Das Rokoko wollte seine feinen Rüschen und Spitzen tragen.
Es war die Zeit der Pompadour und der Puderquasten.



Man duellierte sich ohne Ballast und schwere Klingen.
Es wurde elegant gestochen und was zu plump erschien, das wurde einfach weggelassen. Die Klinge wurde schlanker und auch ein Stück kürzer. Die 80 cm Klingenlänge überschritt der Hofdegen selten.



Und genau diese kurze, schlanke Klinge macht ihn so erschreckend schnell.



Der Hofdegen macht es schwer ihm zu entkommen, wenn der Fechter flexibel ist.
Er wurde hauptsächlich zur Satisfaktion fürs standesgemäße Duell gezogen, und nicht für die brutale Feldschlacht.
Diese schmutzige Arbeit überließ er seinem militärischen Kollegen, dem Säbel.->

In dieser eleganten Zeit taucht in England ein Mann namens Domenico Angelo auf und eröffnete alsbald die erfolgreichste Fechtschule Londons.
Auf deutscher Seite war der Ire Alexander Doyle der Fechtmeister, der dem Adel die Kunst des Degenfechtens beibrachte.