Bartitsu

Bartitsu ist tatsächlich eine Selbstverteidigung und zwar eine gut gemischte.



Edward  William Barton-Wright hat sie extra für Ladies and Gentlemen von seinen Reisen mitgebracht.
Er war dabei immerhin über Indien bis Ägypten und schließlich nach Japan gekommen.
In den Salons und bei Schaukämpfen hat er seine Kunst vorgeführt und dann auf die Straße geschickt.

Mit fünf verschiedenen Kampfkünsten, wie;
Spazierstockfechten,Scientific-Boxing, Savate, Ringen,Jiu Jitsu

hat er eine recht wehrhafte Mischung erschaffen.

Er hatte Erfolg.
Man kannte seinen Namen, man kam ins Training und dann…

Schweigen.

Fast 100 Jahre lang war diese Selbstverteidigung vergessen.

Doch eine Zeile, eine Erwähnung, mit einem Schreibfehler in „Adventure of the empty house“, einer Sherlock Holmes Episode, machte die Fans neugierig.

Aber was sollte denn nur dieses seltsame „Baritsu“ sein?

Zuerst mal war es ein Schreibfehler.
In alten Pears Magazines fanden die Fans nicht nur das verlorengegangene „t“, sondern gleich das ganze Bartitsu wieder.

Die Sucher staunten nicht schlecht, denn ein ausgereiftes Mixed Martial Art System zur Selbstverteidigung zu finden, hatte keiner erwartet.

Auch die Suffragetten (Frauenrechtlerinnen zu Beginn 20. Jhdt. ) wehrten sich damit gegen die Bobbies.



Sie taten das mit Hutnadeln, Regenschirmen, fiesen Würfen, Tritten und Armhebeln.
Sie brachten den Bobbies das Fallen bei, diese resoluten Damen.


Was machte Bartitsu so erfolgreich?

Nun zum einen sicher auch die großangelegte Werbung durch das Pears Magazine, das eine ordentliche Auflage hatte.
Zum anderen die Lernbarkeit.
Weder Ladies noch Gentlemen mussten hochtrainierte Profis werden, um sich effizient gegen Rüpel der Straße verteidigen zu können.





Sie können gar keine High Kicks?

und auch keine Flugrolle oder andere filmreife Stunts?
Die Ladies und Gentlemen konnten das auch nicht.
Und die verteidigten sich mit Bartitsu erfolgreich. Dann können Sie das auch.



Gibt es verschiedene Arten Bartitsu?

Ja,
aus Bartitsu entwickelten sich natürlich verschiedene Stile.
Nicht jeder führt es genau gleich aus.

Die von uns gelehrte Form lehnt sich nicht nur an den Ursprung von 1899, sondern auch an das modernisierte Neo bzw. Modern-Bartitsu an.

Beide Formen dienen nur der Verteidigung und wurden, wie auch der beliebte, französische Ableger; Defense de la Rue, rein für den zivilen Bereich entwickelt.
Wollen Sie es mal ausprobieren?
Dann schreiben Sie einfach an diesen Hut —> ingo@fecht-hut.de


Was der Hut nicht zeigt,

ist der in den späten 1920er Jahren entstandene Ableger Defendo.
Defendo wurde nur militärisch genutzt und ist von daher keine zivile Verteidigung.



Wenn Sie lieber erstmal durch viele Seiten blättern wollen, geht das natürlich auch: