Mordaxt

Die Mordaxt war eine sogenannte Stangenwaffe und kam in Duellen zum Einsatz.

Ganz egal ob mit oder ohne Plattenharnisch.
Sie kann auch weit mehr als eine Krauthacke. Sie ist auch kein plumper  Holzhammer, der nur von oben auf Pfosten haut, egal wie voll die auch sein mögen.
Auf den ersten Blick wirkt sie zwar schwer und unhandlich, aber das ist ein Irrtum.




Diese Mordaxt war gut ausgewogen und kein Gegner, auf den man lange warten muss.
Denn auch hier war mal wieder kein Teil der Waffe umsonst angebracht.
Sie stellt einen Zusammenschluss aus mehreren Waffen dar. Eine Speerspitze hinter der eine Art Hammer auf der einen und Rabenschnabel auf der anderen Seite herausragen.
Am anderen Ende der Stange war oft ein stumpfer Metallschaft als Gegengewicht angebracht. Doch er konnte bisweilen durch eine Art kleine Speerspitze ersetzt werden, so dass Stöße mit dieser Seite auch ihre Wirkung taten.

Die alte Handschrift Jeu de la Hache zeigt beeindruckend, wie viel man mit dieser Axt machen kann.
Anders als mit einem normalen Speer oder einer Axt allein, kann man zusätzlich hakeln und hebeln, dass es eine wahre Freude ist.  

Bei der Mordaxt sind beidhändige und -seitige Techniken sowie schnelle Hebel im Vordergrund.
Wobei man immer wieder von der Geschwindigkeit dieser Waffe aufs Neue überrascht wird.

Hier wird aus dem ganzen Körper gefochten und Sturheit schnell beantwortet, denn wenn man sich zu sehr auf das eine Ende versteift, belehrt einen das andere. Die Mordaxt ebenso wie die Hellebarde müssen flexibel geführt werden, weswegen wir diese Stangenwaffen ebenso gerne wie das Fechten mit dem Speer unterrichten.

Der Speer hat seinen Ursprung wohl in der Jagd gehabt.
Von dort hat er sich von Anfang an durch die Geschichte der Menschheit gekämpft. Weswegen er nicht fehlen darf und die Übungen abrundet. Seine Techniken und Spiele stellen einen nahtlosen Übergang zu anderen Einheiten unseres Systemtrainings dar.